Deutsche Firmen bei Grundsteinlegung in Yad Vashem


Pressekonferenz in Jerusalem (v.l.): Eckart von Klaeden (Daimler), Gunnar Kilian (VW), Dr. Richard Lutz (Deutsche Bahn), Kai Diekmann (Freundeskreis Yad Vashem), Dr. Paul Achleitner (Deutsche Bank), Hans-Joachim Watzke (BVB). Foto: Eyal Warshavsky

Als Israel am 2. Mai der sechs Millionen Juden gedachte, die während des Holocaust ermordet worden sind, nahmen auch fünf deutsche Unternehmen an der zentralen Gedenkveranstaltung in Jerusalem teil.


Repräsentanten von Borussia Dortmund, Deutsche Bahn, Deutsche Bank, Daimler und Volkswagen waren zur Grundsteinlegung für das neue "Haus der Sammlungen" angereist. Die Unternehmen beteiligen sich mit Spenden in Höhe von insgesamt fünf Millionen Euro an dem Bau, der rund 29,5 Millionen Euro kosten wird. Hier sollen später (Baubeginn: August 2019) Gegenstände aus der Zeit des Holocaust - Alltags-Objekte wie Fotos oder Kleidungsstücke, Dokumente, Kunstwerke - aufbewahrt und ausgestellt werden.


Kai Diekmann, der Vorsitzende des deutschen Freundeskreises Yad Vashem, sagte, es handele sich um "Bruchstücke von Erinnerungen".


Hier finden Sie Presse-Berichte und Videos über die Grundsteinlegung am Gedenktag:


- Das ARD-Studio Tel Aviv zeigt die Pressekonferenz in voller Länge.

- Die Deutsche Welle berichtet in einem dreiminütigen Beitrag über das neue "Haus der Sammlungen"

- Der BVB stellte eine Fotostrecke des Besuchs von Hans-Joachim Watzke in Israel online.

- Auch das Handelsblatt, BILD, die Süddeutsche, der Tagesspiegel und viele weitere Medien weltweit berichteten ausführlich.





Yad Vashem


Yad Vashem beherbergt die größte und umfangreichste Sammlung von Dokumenten des Holocaust: rund 500.000 Fotografien, über 11.500 Kunstwerke, mehr als 32.000 Artefakte, über 130.000 dokumentierte Zeugenaussagen und rund 210 Millionen Seiten an schriftlichen Dokumenten aus der Zeit der Verfolgung im Dritten Reich. Von Tagebüchern und Briefen bis hin zu offiziellen Dokumenten; von Gemälden und Zeichnungen, im Angesicht des Todes geschaffen, bis hin zu Kinderspielzeugen; von Torarollen bis hin zu groben Werkzeugen, die von Gefangenen in den Lagern benutzt wurden; von Schindlers Liste bis hin zu Lebensmittelkarten; von privaten Fotos und Filmrollen bis hin zu Kleidungsstücken, die auf wundersame Weise die Beschwerden der Flucht überstanden. Yad Vashem trägt die Mahnung in sich und wirkt nach außen: als Zentrum des Erinnerns, der Forschung, als Ort der Ausstellungen, der Information, der Bildung sowie der Völkerverständigung, mit mehr als einer Million Besuchern jährlich.