Pressemitteilung: Bayer wird Mitglied im Freundeskreis Yad Vashem e.V.
- Freundeskreis Yad Vashem e.V.
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Leverkusen/Berlin, 1. September 2026
Die Bayer AG wird Fördermitglied im deutschen Freundeskreis Yad Vashem e.V. Damit setzt das Unternehmen ein weiteres klares Zeichen für den verantwortungsvollen Umgang mit seiner Geschichte – insbesondere im Hinblick auf die Verstrickung der deutschen Wirtschaft in den Nationalsozialismus sowie die Verbrechen der I.G. Farben. Zugleich bekräftigt Bayer sein Engagement gegen Antisemitismus, Ausgrenzung und jede Form von Diskriminierung.
„Die Aufnahme in den Freundeskreis ist für Bayer von besonderer Bedeutung, weil der Verein die Arbeit der internationalen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem mit Bildungs- und Erinnerungsarbeit in Deutschland verbindet. Die Fördermitgliedschaft reicht damit über eine rein finanzielle Unterstützung hinaus: Sie ermöglicht die Mitarbeit in einem Netzwerk, das Aufklärung, Forschung und Dialogformate stärkt und konkrete Projekte in Deutschland fördert“, sagt Matthias Berninger, EVP, Head of Public Affairs, Sustainability and Safety bei Bayer.
Kai Diekmann, Vorsitzender des Freundeskreises Yad Vashem e.V. in Deutschland, ergänzt: „Als eines der führenden Life-Science-Unternehmen mit Sitz in Deutschland setzt die Bayer AG mit ihrer Mitgliedschaft im Freundeskreis Yad Vashem ein klares Zeichen. Damit bekennt sich das Unternehmen zu moralischer Verantwortung gegenüber den jüdischen Opfern des Nationalsozialismus und unterstützt Yad Vashem dabei, ihre Geschichten und Namen bewahrt zu wissen.“
Bayer will die Zusammenarbeit im Freundeskreis auch nutzen, um die eigene Auseinandersetzung mit Geschichte und Verantwortung weiter zu vertiefen. Perspektivisch sollen Schnittstellen für wissenschaftlichen Austausch und Bildungsarbeit gestärkt werden – etwa durch eine Vernetzung des Bayer Archivs mit relevanten Akteuren und Institutionen.
Bayer stärkt historische Verantwortung durch konkrete Initiativen
Die Mitgliedschaft knüpft an bereits bestehende Maßnahmen und Initiativen des Unternehmens zur Erinnerungskultur und Stärkung der demokratischen Gesellschaft an. Dazu zählt die 2023 gegründete Hans und Berthold Finkelstein Stiftung. Sie fördert unabhängige Forschungs- und Erinnerungsprojekte zur NS-Zwangsarbeit und zur Geschichte der I.G. Farben. Außerdem entwickelt sie Programme für eine Unternehmens-und Führungskultur, die von historischer Verantwortung geprägt ist.
Bayer hat zudem in Leverkusen einen Erinnerungsort für die rund 16.000 Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter der Niederrheinstandorte der I.G. Farben errichtet und gemeinsam mit dem Staatlichen Museum Auschwitz Birkenau ein Führungskräfte-Seminar aufgebaut, in dem ethisches Handeln im Unternehmenskontext, gesellschaftliche Verantwortung und aktive Erinnerungskultur im Fokus stehen. „Als Unternehmen stellen wir uns der moralischen Verantwortung, die für uns aus der Geschichte der I.G. Farben erwächst. Erinnerung ist kein abgeschlossener Teil der Vergangenheit, sondern eine bleibende Aufgabe – verbunden mit Lernen, Dialog und konkretem Handeln. Mit der Mitgliedschaft im Freundeskreis Yad Vashem wollen wir einen Beitrag dazu leisten, die Widerstandsfähigkeit gegenüber Antisemitismus und menschenfeindlichen Ideologien zu stärken“, so Berninger.
Über den Freundeskreis Yad Vashem e.V.
Der Freundeskreis Yad Vashem e.V. ist ein gemeinnütziger Verein in Deutschland mit Sitz in Berlin. Er unterstützt die internationale Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem. Durch Mitgliedsbeiträge und Spenden werden Bildungs- und
Erinnerungsprojekte gefördert, die der Aufklärung über den Holocaust dienen und sich aktiv gegen Antisemitismus, Rassismus und jede Form von Diskriminierung richten – etwa in Form von Ausstellungen, Vorträgen, Zeitzeugengesprächen sowie digitalen Formaten.
In den kommenden Jahren wird Yad Vashem seine Bildungsarbeit in Deutschland weiter ausbauen: Geplant ist die Eröffnung des ersten Bildungszentrums außerhalb Israels mit den beiden Standorten München und Leipzig.
Über Yad Vashem
Yad Vashem ist das weltweite Zentrum für Gedenken, Dokumentation, Forschung und Bildung zum Thema Holocaust. Yad Vashem hat die Aufgabe, das Andenken an die sechs Millionen von Nazi-Deutschland und seinen Kollaborateuren ermordeten Juden sowie an die zerstörten jüdischen Gemeinden, die Ghetto- und Widerstandskämpfer und die Gerechten unter den Völkern, die ihr Leben riskierten, um Juden zu retten, zu bewahren. Yad Vashem erfüllt seinen Auftrag durch wegweisende Ausstellungen, Bildungsinitiativen, umfangreiche Forschung und digitale Angebote und sorgt so dafür, dass die Geschichte und das Andenken an den Holocaust weiterhin bewahrt werden und künftige Generationen inspirieren und aufklären.
Über Bayer
Bayer ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Kernkompetenzen in den Life-Science-Bereichen Gesundheit und Ernährung. Getreu seiner Mission „Health for all, Hunger for none“ möchte das Unternehmen mit seinen Produkten und Dienstleistungen Menschen nützen und die Umwelt schonen – indem es zur Lösung grundlegender Herausforderungen einer stetig wachsenden und alternden Weltbevölkerung beiträgt.
Bayer verpflichtet sich dazu, mit seinen Geschäften einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zu leisten. Gleichzeitig will der Konzern seine Ertragskraft steigern sowie Werte durch Innovation und Wachstum schaffen. Die Marke Bayer steht weltweit für Vertrauen, Zuverlässigkeit und Qualität. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte der Konzern mit rund 88.000 Beschäftigten einen Umsatz von 45,6 Milliarden Euro. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung beliefen sich auf 5,8 Milliarden Euro. Weitere Informationen sind im Internet zu finden unter www.bayer.com/de




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