Yad Vashem Partnertreffen: Starke Partnerschaften für die Shoah-Bildung
- Freundeskreis Yad Vashem e.V.
- 20. Mai
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 6 Stunden

Fast 80 Vertreterinnen und Vertreter aus Deutschland, Österreich und der Schweiz kamen am 18. Mai zum zweijährlichen Partnertreffen des Desks für die deutschsprachigen Länder am International Institute for Holocaust Education von Yad Vashem zusammen. Damit war das Treffen so gut besucht wie nie zuvor und unterstrich eindrucksvoll die kontinuierlich wachsende Zusammenarbeit zwischen Yad Vashem und seinen Partnerinstitutionen im deutschsprachigen Raum.
Gastgeber war in diesem Jahr die Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz in Berlin – ein langjähriger und besonders enger Kooperationspartner von Yad Vashem. Gerade in den vergangenen Jahren hat das Haus unsere Bildungsarbeit in besonderer Weise unterstützt und mehrfach Seminare beherbergt, die nach dem 7. Oktober 2023 außerhalb Israels durchgeführt werden mussten.
Zu den Teilnehmenden gehörten Vertreterinnen und Vertreter von Ministerien, Gedenkstätten, Landespolizeien und Polizeiakademien, Hochschulen, Lehrerfortbildungsinstituten und unserer Partnerschulen. Im Mittelpunkt des Tages standen der persönliche Austausch und die Vernetzung der verschiedenen Institutionen. Darüber hinaus informierte das Team des deutschsprachigen Desks über aktuelle Entwicklungen seiner Bildungsarbeit sowie über den Stand des geplanten Yad Vashem Bildungszentrums in Deutschland. In mehreren Arbeitsgruppen wurden Ideen für zukünftige Kooperationsprojekte und gemeinsame Bildungsformate entwickelt.
Einen wichtigen fachlichen Impuls setzte die Keynote von Dr. Elke Rajal (Universität Passau) zum Thema „Die Schuld der Anderen: Projektion und Erinnerungsabwehr im Antisemitismus nach Auschwitz“. Darüber hinaus bot die Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz den Teilnehmenden Gelegenheit, ihre aktuellen Ausstellungen und pädagogischen Formate kennenzulernen.
Ein besonderer Höhepunkt war die Preisverleihung des Schülerwettbewerbs zur Yad-Vashem-Wanderausstellung „Lichter im Dunkeln. Frauen während der Shoah“, die gemeinsam mit dem Freundeskreis Yad Vashem e. V. durchgeführt wurde. Zahlreiche Partnerschulen hatten die Ausstellung im Frühjahr präsentiert und auf dieser Grundlage eigene Projekte entwickelt. Mit dem ersten Preis wurde das Robert-Schuman-Gymnasium Saarlouis ausgezeichnet. Den zweiten Platz belegte das gemeinsame Projekt der Hedwig-Dohm-Schule und des Alexander-Fleming-Gymnasiums Stuttgart.
Am folgenden Tag trafen sich die Vertreterinnen und Vertreter unserer Partnerschulen aus ganz Deutschland zum jährlichen Partnerschultreffen an der Refik-Veseli-Schule in Berlin-Kreuzberg. Neben dem Austausch über aktuelle Projekte stellte Dr. Tobias Ebbrecht-Hartmann das Social-Media-Projekt Shoah Stories vor. Den Abschluss bildete ein gemeinsamer Rundgang durch Berlin-Kreuzberg, der Orte der Verfolgung und des Widerstands während der Zeit des Nationalsozialismus in den Blick nahm.
Die beiden Veranstaltungen machten deutlich, wie eng das Netzwerk von Yad Vashem im deutschsprachigen Raum inzwischen zusammenarbeitet. Der intensive fachliche Austausch und die große Beteiligung bilden eine wichtige Grundlage dafür, die Shoah-Bildung gemeinsam weiterzuentwickeln und neue Impulse für die Zukunft zu setzen.
