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Nie wieder ist JETZT!

Die Freilassung der ersten Geiseln nach über eineinhalb Monaten in der Gewalt brutaler Hamas-Terroristen im Austausch gegen verurteilte Kriminelle der Hamas hat uns mit großer Erleichterung erfüllt. Die Bilder, in denen Eltern ihre Kinder nach so langer Zeit endlich wieder in die Arme schließen konnten, sind herzzerreißend. Man kann nur hoffen, dass die Opfer dieses traumatische Erlebnis irgendwann verarbeiten können. Doch noch immer sind fast 200 Geiseln in den Fängen der Terroristen. Die Geiselfreilassung hat nicht nur Familien wieder zusammengeführt, sondern auch auseinandergerissen. Denn nur einige Frauen und Kinder durften gehen, die Männer müssen weiter in der Gewalt der Hamas-Terroristen ausharren. Wir wissen nicht, wie es ihnen geht, wann sie freikommen, wer von ihnen noch lebt. Wir alle hoffen auf die sichere Rückkehr aller noch in der Gewalt der Hamas befindlichen Israelis und ausländischen Bürgerinnen und Bürger.


Als Ende letzter Woche bekannt wurde, dass ab Freitag erste Geiseln gegen palästinensische Häftlinge ausgetauscht werden sollen, lief das bei vielen Medien – von ARD und ZDF über Deutschlandfunk, n-tv bis hin zur Frankfurter Rundschau – unter dem Begriff „Geiselaustausch“ – als hätten die Israelis ebenfalls palästinensische Geiseln in ihrer Gewalt, die gequält, gefoltert, vergewaltigt werden und die nun gegen die am 7. Oktober verschleppten Geiseln ausgetauscht werden.


Deshalb rufen wir, der Freundeskreis Yad Vashem Deutschland, Journalisten und Medien auf, sich nicht länger vor den Karren der Hamas-Propaganda spannen zu lassen und sich endlich von Hamas-Narrativen zu verabschieden. Der Krieg der Hamas gegen Israel und seine westlichen Unterstützer ist vor allem auch ein Krieg der Bilder, in dem die Hamas die Verbreitung von Bildern von leidenden, verletzten und getöteten Menschen im Gazastreifen von Anfang an eingeplant und jeden Tag aufs Neue provoziert hat. In Zeiten, in denen man in der täglichen Bilderflut in den sozialen Medien nicht mehr weiß, was echt und was gefälscht ist, welchen Informationen und Abbildungen man trauen kann und welchen nicht, müssen Journalisten noch sorgfältiger arbeiten und die Prüfung auf Echtheit vor den Drang, der schnellste zu sein, stellen. „Nie wieder“ ist nicht nur historische Erinnerungsarbeit. „Nie wieder“ ist jetzt, das müssen wir endlich begreifen.


Kai Diekmann

Vorsitzender

Freundeskreis Yad Vashem e.V.

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