Yad Vashem Vorsitzender Dani Dayan traf Papst


Am 8. Juni traf der Vorsitzende von Yad Vashem, Dani Dayan, zu einer Privataudienz mit Papst Franziskus im Vatikan zusammen. Bei diesem historischen Treffen – zum ersten Mal wurde ein Vorsitzender von Yad Vashem zu einer Privataudienz eingeladen – ging es um die Bedeutung der Holocaust-Forschung und des Gedenkens in der christlichen Welt. Themen des Gesprächs waren auch eine intensivere Zusammenarbeit zwischen Vatikan und Yad Vashem in den Bereichen Holocaust-Gedenken sowie Kampf gegen Antisemitismus und Rassismus weltweit.


Dani Dayan dankte dem Papst auch für seine Entscheidung, das Vatikanische Archiv aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs zu öffnen und sich mit Fragen zur Kirche während des Holocausts zu befassen. Archivare von Yad Vashem sammeln derzeit Informationen aus diesen Sammlungen mit dem Ziel, sie auf den Berg des Gedenkens in Jerusalem zu bringen, wo sie studiert werden können und hoffentlich Licht auf die Erfahrungen und das Schicksal vieler Holocaust-Opfer werfen.


Im Anschluss an die Diskussion überreichte Dayan Papst Franziskus im Namen von Yad Vashem ein Geschenk: eine Replik eines farbenfrohen Synagogengemäldes, das die Tafeln des Bundes (die Zehn Gebote) darstellt, die den Kindern Israels auf dem Berg Sinai übergeben wurden. Das von I. Eisikowicz geschaffene Originalgemälde zierte eine Tora-Bank aus dem 20. Jahrhundert in Cernăuți, Rumänien (heute Czernowitz, Ukraine), und ist alles, was von diesem einst blühenden Zentrum jüdischen Lebens übrig geblieben ist, bevor es von den Nazis während des Holocausts zerstört wurde. Die Zeichnung stellt die Szene der Offenbarung am Sinai gemäß der Heiligen Schrift dar; die Tafeln des Bundes ruhen auf dem grünen Berg Sinai vor dem Hintergrund eines sternenklaren Himmels. Die Zehn Gebote sind auf den Tafeln geschrieben, die von Feuerflammen umgeben sind und von einer mit einem Davidstern geschmückten Krone überragt werden.


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