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Licht zeigen: Kieler Nachrichten mit Lokaljournalistenpreis ausgezeichnet


Norbert Lammert und Juryvorsitzende Jana Klameth zeichneten stellvertretend für die "Kieler Nachrichten" Dennis Betzholz und Chefredakteurin Stefanie Gollasch (rechts) aus. © Quelle: Ulf Dahl



Eine besondere Auszeichnung für die "Kieler Nachrichten": Die Konrad-Adenauer-Stiftung hat der Redaktion für die Artikelserie "Licht zeigen" den Deutschen Lokaljournalistenpreis 2022 verliehen.


Anfang 2022 starteten die "Kieler Nachrichten" mit dem Freundeskreis Yad Vashem einen Aufruf, sich gegen Antisemitismus stark zu machen. Für ihre mehrteilige Artikelserie und die Aktion "Licht zeigen" wurde die Redaktion nun mit dem Deutschen Lokaljournalistenpreis ausgezeichnet. Die "Kieler Nachrichten" berichteten in enger Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis Yad Vashem über den Chanukkaleuchter der jüdischen Kieler Familie Posner und brachten diesen als Sticker zum internationalen Holocaust-Gedenktag am 27. Januar tausendfach auf Schleswig-Holsteins Wohnungsfenster. Ruth Ur, Geschäftsführerin des Freundeskreises Yad Vashem, freute sich mit der Redaktion: „Mit den Kieler Nachrichten haben wir einen perfekten Partner gefunden, um eine neue, zeitgemäße Art der Erinnerungskultur zu entwickeln. Ich gratuliere von Herzen zu der verdienten Auszeichnung.“ Für die Serie verlieh die Konrad-Adenauer-Stiftung der Redaktion am 20. November bei einer Feierstunde vor 130 geladenen Gästen aus Politik, Stadtgesellschaft, Medien und jüdischen Gemeinden den Deutschen Lokaljournalistenpreis.


Die Preisverleihung in Kiel stand ganz im Zeichen des Nahost-Kriegs nach dem schrecklichen Angriff der Hamas und seiner Folgen, vor allem dem zunehmenden Antisemitismus in Deutschland. Der Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung und ehemalige Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert mahnte angesichts der Tragödien in Israel und im Gaza-Streifen, die Feier müsse "ein Beitrag zur gemeinsamen Besinnung" sein. Jeder sei mitverantwortlich, dass die Menschen unabhängig von Herkunft und Religion "einen Anspruch darauf haben, dass sie mit Leib und Leben und ihren Überzeugungen hier in Deutschland sicher leben können". Karin Prien, Ministerin für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein, ermutigte in ihrer Festrede die Journalistinnen und Journalisten dazu, menschenfeindlichen Tendenzen entgegenzutreten: "Guter Journalismus ist ein sehr effizientes Mittel gegen Antisemitismus", sagte sie.





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