Ausstellungseröffnung: Lichter im Dunkeln
- Freundeskreis Yad Vashem e.V.
- 28. Jan.
- 1 Min. Lesezeit
Anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktages wurde die Ausstellung „Lichter im Dunkeln: Frauen während des Holocaust“ am 27. Januar 2026 eröffnet.
Die von Yad Vashem, der Internationalen Holocaust-Gedenkstätte in Jerusalem, entwickelte Ausstellung wird derzeit an mehreren Yad Vashem-Partnerschulen sowie im Rahmen ausgewählter Bildungsveranstaltungen gezeigt.
Die Schülerinnen und Schüler setzen sich im Rahmen von Unterricht, Projekttagen und schulischen Gedenkveranstaltungen mit den dargestellten Biografien auseinander und entwickeln einen persönlichen Zugang zur Geschichte. Im Mittelpunkt stehen die Lebensgeschichten von Frauen, die während des Holocaust verfolgt, deportiert und ermordet wurden – ebenso wie jene, die Widerstand leisteten, anderen halfen oder überlebten. Die Ausstellung hebt individuelle Lebensgeschichten von jüdischen Frauen hervor. Das Besondere an der Ausstellung ist, dass sie weibliche Perspektiven sichtbar macht und einen biografischen Zugang zur Geschichte eröffnet, der Erinnerung greifbar werden lässt.
Ein begleitender Höhepunkt war das digitale Vernetzungstreffen der Partnerschulen am 23. Januar 2026, das vom Freundeskreis organisiert wurde. Die Teilnehmenden erhielten dabei einen fachlichen Input von Dr. Steffen Hänschen zum Thema "Selbstbehauptung und Widerstand - Partisaninnen im Kampf gegen die Nationalsozialisten". Ergänzt wurde das Programm durch eine Filmvorführung des Dokumentarfilms „Liza ruft!“, in dem die jüdisch-litauische Partisanin Fania Brantsovskaya porträtiert wird.
Die Ausstellung war zudem eingebettet in den JugendpolitikTag der Konrad-Adenauer-Stiftung, bei dem Jugendliche zusammenkamen, um sich mit Geschichte, Erinnerungskultur und Verantwortung im digitalen Zeitalter auseinanderzusetzen. In kreativen Workshops, von Theater, Graffiti und Poetry Slam über Schreiben und Comic bis hin zur historischen Spurensuche, setzten sich die Teilnehmenden intensiv mit den Ausstellungsinhalten auseinander. Besonders die biografische Recherche mithilfe historischer Datenbanken wie der Deportationsdatenbank von Yad Vashem ermöglichte einen persönlichen Zugang zu den einzelnen Lebensgeschichten.




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