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Gegen Antisemitismus und Rassismus: Fünf deutsche Konzerne kommen einen Tag vor dem internationalen Holocaust-Gedenktag wieder zusammen.

Borussia Dortmund, Daimler, Deutsche Bahn, Deutsche Bank und Volkswagen veröffentlichen mit dem Freundeskreis Yad Vashem im Rahmen einer virtuellen Gedenkfeier am 26. Januar 2021 um

11:00 Uhr eine gemeinsame Erklärung gegen Antisemitismus und Rassismus.

Am 26. Januar 2021, einen Tag vor dem Internationalen Holocaust-Gedenktag, haben die Geschäftsführer und Vorstände von fünf großen deutschen Unternehmen ihre Entscheidung bekannt gegeben, sich gemeinsam gegen Antisemitismus zu positionieren. Die Erklärung, die gemeinsam mit dem Freundeskreis Yad Vashem e.V. abgegeben wurde, basiert auf der Arbeitsdefini- tion von Antisemitismus der IHRA (International Holo- caust Remembrance Alliance) und fand im Rahmen der deutschen Präsidentschaft der IHRA statt. Dies ist die zweite gemeinsame Initiative der Gruppe: Zuletzt hatten sich die fünf Unternehmen 2018 zusammenge- schlossen, um die Einrichtung des neuen Shoah Heritage Campus in Yad Vashem zu unterstützen. Der Campus befindet sich derzeit im Aufbau. 

Aufgrund der pandemiebedingten Einschränkungen fand die Gedenkveranstaltung am 26. Januar 2021 als digitales Event statt, das von der Deutschen Bahn ausgerichtet wurde. Zu den Rednern gehörten die Geschäftsführer und Vorstandsmitglieder der fünf Unternehmen, Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer, Borussia Dortmund; Richard Lutz, Vorstandsvorsitzender, Deutsche Bahn AG; Ola Källenius, Vorstandsvorsitzender, Daimler AG; Paul Achleitner, Aufsichtsratsvorsitzender, Deutsche Bank AG; Gunnar Kilian, Vorstandsmitglied, Volkswagen AG; der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster; die derzeitige Vorsitzende der IHRA, Botschafterin Michaela Küchler, der Vorsitzende des deutschen Freundeskreises, Kai Diekmann, und die Geschäftsführerin Ruth Ur.

 

Über 150 Gäste aus Zivilgesellschaft und Politik, darunter auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der beteiligten Unternehmen, nahmen an der digitalen Veranstaltung teil. Dazu gehörte auch die Vorführung eines dreiminütigen Films, der eine Gedenkveranstaltung am Mahnmal Gleis 17 in Berlin-Grunewald sowie Stimmen von Mitarbeitern der fünf Unternehmen und Ruth Ur zeigt. Wir bedanken uns bei Dr. Kristina Eichhorst (Daimler AG) für die Mitarbeit an diesem Film. Ruth Rosenfeld, die in Israel geborene Sängerin und Mitglied des Berliner Schau- bühnen-Ensembles, sang zwei Lieder der israelischen Nationalkomponistin Nurit Hirsh.

In der Folge des Gedenkevents und der gemeinsamen Erklärung organisierte Yad Vashem gemeinsam mit dem Freundeskreis eine speziell auf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der betreffenden Firmen zugeschnittene Online-Lecture in drei Teilen, die sich mit jüdischem Leben heute, dem Holocaust und Antisemitismus beschäftigte. Rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der fünf Firmen haben teilgenommen.

Kai Diekmann bezeichnete die Initiative in seiner Ansprache als „vorbildlich“. Inzwischen haben sich weitere deutsche Unternehmen bereit erklärt, die IHRA-Definition zu übernehmen.

Die gesamte Aufzeichnung des Events finden Sie hier.

Berlin-Grunewald - Gedenkstätte "Gleis 17" - Kranzniederlegung

Deutsche Bahn AG - Frank Miram; Volkswagen AG - Benita von Maltzahn; Daimler AG - Eckard von Klaeden; Deutsche Bank AG - Anna Herrhausen; Borussia Dortmund - Daniel Lörcher; Sängerin Ruth Rosenfeld am Gleis 17

 

(Fotos: Volker Emersleben, copyright: Deutsche Bahn AG)


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